Impressionen aus Neuseeland - Südinsel

Impressionen aus Neuseeland - Südinsel

Stefan Galinski 30. Dezember 2014 Off-Topic

0 Kommentare // Lesezeit: 8 min.

Am 17. Dezember hieß es für Fabian und mich sowie zwei weiteren Freunden auf nach Neuseeland. Nach knapp 30 Stunden Flug und Transit sind wir am 19.12. in Auckland bei fast 30 Grad Außentemperatur angekommen. Unser eigentliches Ziel war jedoch Christchurch, weshalb wir nochmals einen kurzen Inlandsflug wahrnehmen mussten. Angekommen und das Auto für die Tour durch Neuseeland abgeholt, sind wir kurz darauf später nach einem kurzen Erkundungsgang frühzeitig und geschafft ins Bett gefallen.

Christchurch - QuakeCity


Unser erster Urlaubstag begann in der von einem schweren Erdbeben gebeutelten Stadt Christchurch. Mittlerweile ist die Stadt aber großteils wieder aufgebaut, aber die Schäden an vielen Ecken erinnern immer noch an die Katastrophe wie beispielsweise die halb eingestürzte Kathedrale.

 Neben der Besichtigung der Innenstadt, weist Christchurch auch einen wunderschönen botanischen Garten auf sowie ein kostenfreies Museum in welchem wir unter anderem etwas über die Geschichte von Neuseeland erfahren konnten. Alles in allem ein erfolgreicher Start in den Urlaub - abgesehen von dem Jetlag, welcher mich bereits früh an dem Tag ausgenockt und für einen 15-Stunden-Schlaf gesorgt hat.

Unser Trip zu den Delfinen


Der zweite Tag begann mit unserer ersten größeren Fahrstrecke - mit Linksverkehr versteht sich, da Neuseeland leider eines der Länder mit diesem System ist. Nach kurzer Eingewöhnung kamen wir allerdings schneller als erwartet damit klar und sind sicher ans Tagesziel angekommen - Akoara. In Akoara unternahmen wir einen Bootsauflug auf welchem wir Delfine, Pinguine und Seelöwen in ihrer freien Umgebung beobachteten. Im Anschluss haben wir Fish&Chips gegessen, welche in dieser Stadt mit zu den Besten in ganz Neuseeland gehören sollen - in der Tat waren diese köstlich. Unser weiterer Weg führte uns nach Lincoln, wo wir in einem top ausgestatteten Motel die Nacht verbrachten.

SteamPunk

Das nächste Ausflugsziel war Oamaru - eine kleine Stadt an der Küste, welche für ihre Pinguin-Kolonien bekannt ist. Diese haben wir jedoch nicht gesehen, da uns die Preis-Leistung hierfür schlicht zu ungünstig war und wir am Vortag auch bereits einige beobachten konnten. Somit erkundeten wir an diesem Tag hauptsächlich die Stadt und das dortige SteamPunk-Museum. Der Besuch dieses Museums sollte für jeden Tourist obligatorisch sein, da die dortigen Sehenswürdigkeiten sehr interessant sind. Ein besonderes Highlight war der Infinity-Raum, welcher mit Klang und Musik einem die Unendlichkeit um einen herum zu spüren vermochte.

Nach dem SteamPunk-Museum wanderten wir in Richtung der bereits erwähnten Pinguin-Kolonien durch diverse Gärten und historische Friedhöfe. Nachdem die Stadt teils sehr starke Höhenunterschiede aufwies, war dieses Unterfangen jedoch sehr anstrengend und wir schliefen nach Ankunft im Hotel schnell ein - bereit für den nächsten Tag.

Dunedin / Halbinsel Otago

Ausgehend von Oamaru ging es am frühen Morgen nach Dunedin weiter. Auf dem Weg besuchten wir die bekannten Moeraki Boulders , eine Vielzahl runder Steine, welche vom Meer geformt und in größeren Mengen an dem Strand abgelagert worden sind. Die Steine selbst sind bis zu 4 Meter groß und wirken wie die Murmeln eines Riesen.

Angekommen in Dunedin besuchten wir das dortige Stadtzentrum - genannt Oktagon. Jedoch war das bis auf den historischen Bahnhof eher unspektakulär. Am Abend haben wir das jedoch schnell kompensiert, indem wir zum SandFly Beach gefahren sind. Einem der wohl schönsten Natursandstrände dieser Welt. Der Besuch dieses Strandes ist nicht nur aus landschaftlichen Gründen empfehlenswert, sondern auch aus dem Grund, dass an diesem Strand Tiere in freier Wildbahn vorgefunden werden können. In unserem Fall waren dies ein Seelöwe, welcher in der Sonne entspannte.

Auf den Spuren von Herr der Ringe

Von Dunedin aus führte uns der weitere Weg nach Wanaka in der Mitte der Insel - ein beliebter Urlaubsort für die einheimische Bevölkerung. Auf der Reise dorthin besuchten wir auch den Drehort von Rohan aus der Herr der Ringe sowie das Dorf der Rohirrim. Letzteres war leider nicht mehr vorhanden, aber der Abstecher in die steppenartige Gegend war aus landschaftlicher Sicht sehr interessant und durch die zu durchquerenden Feldwege und enormen Temperaturen von weit über 30 Grad ein Tick abenteuerlich - zum Glück saßen wir hierbei in einem gut klimatisierten Auto. :-)

The Quest of the Four Corners

Am Weihnachtstag besuchten wir als Tages-Highlight am frühen Vormittag die Puzzling World. Hier konnten wir hautnah verschiedene optische Täuschungen erleben und fühlen. Unter anderem sind hier die verfolgenden Köpfe zu erwähnen, welche lediglich konkave Einwölbungen in der Wand sind, aber dennoch zu täuschen wissen. Zudem gab es einen Raum in welchem die Schwerkraft scheinbar verrückt spielt, Wasser bergauf fließt und man selbst kaum laufen kann - eine gelungene massive Täuschung des eigenen Gleichgewichtssinns.

Im Anschluss wagten wir uns in das zugehörige "The Great Maze", welches eins der größten Labyrinthe weltweit darstellt. Das Ziel dieses Labyrinthts war es die Wege zu vier verschiedenen Türmen zu finden und anschließend den Ausgang. Einige von uns haben dies geschafft, wie die Bilder auf Flickr trefflich beweisen. Im Schnitt ist man in dem Labyrinth etwas über eine Stunde und mehr als 3km Laufweg unterwegs.

Nach dieser mittaglichen Anstrengung ging es weiter zum eigentlichen Tagesziel, dem Fox Glacier Township inmitten des Mount Cook Nationalparks. Wir kamen am späten Nachmittag an und aus Mangel an Möglichkeiten, bedingt durch den Feiertag, blieben wir an diesem Tag im Hotel und erholten uns.

Boxing Day

Der zweite Weihnachtstag, "Boxing Day" im englisch-sprachigen Raum genannt, ist in Neuseeland kein direkter Feiertag mehr und somit waren die Geschäfte wieder regulär offen. Wir besuchten am Vormittag zunächst den Franz Joseph-Gletscher und liefen bis zum Fuß des Berges, um  einen guten Blick zu erhaschen. Leider ist der Gletscher stetig am Schrumpfen, weshalb wir diesen nicht mehr aus nächster Nähe sehen konnten.

Im Anschluss ging es für uns ein Stück weiter zu einem etwas unbelebteren Wander-Track, welcher über 150 Höhenmeter führte und die Chance auf Kiwi-Sichtungen bot, dem Nationaltier von Neuseeland. Letztere haben wir zwar nicht gesehen, aber dafür einen wunderschönen Ausblick auf die umgebende Landschaft. Der steile Anstieg hatte sich somit gelohnt und am Auto angekommen, ging es erst mal zum Entspannen zurück ins Hotel.

Abends besuchten wir noch den Lake Matheson, welcher für seine exakte Spiegelung der Umgebung bekannt ist. Jedoch hatten wir an dem Tag kein Glück, da es zu bewölkt war damit es zu diesem Effekt kommt. Somit begnügten wir uns mit einer teilweisen Umrundung des Sees.

Along the West Coast

Nach zwei Tagen im Mount Cook Nationalpark war es Zeit aufzubrechen. Wir fuhren entlang der Westküste bis nach Greymouth. Unterwegs besuchten wir Ross, welches alte Goldgräberruinen aus dem Goldrausch um 1900 zur Besichtigung bot. Nach dem Check-In im Hotel fuhren wir weiter zu den rund 50km entfernten Pancake-Rocks, welche den Namen aufgrund ihrer Struktur erhielten. Wie bereits die Boulders an der Ostküste sind diese über Jahrmillionen aus Ablagerungen und Erosion entstanden. Ein durchaus interessantes Reiseziel, welches ich definitiv empfehlen kann.

Relaxing Day

Nach einigen mehr oder minder anstrengenden Tagen, je nachdem wen man fragt, wurde es Zeit für ein bisschen Relaxing und wie es der Zufall so wollte, kamen wir bei Hammer Springs vorbei. Einem bekannten Kurort, welcher mit einem fantastischen Thermalbad aufwartet. Die Gelegenheit am Schopf ergriffen und in einem Motel eingecheckt, befanden wir uns auch schon in selbigem Thermalbad wieder. Die dortigen Pools hatten eine Temperaturspanne von 25° bis 45° Celsius und bei einer Außentemperatur von etwas unter 20° Celsius kann man sich vorstellen, dass man aus diesen erstmal für eine Weile nicht mehr heraus wollte.

Whale Watching

Der zehnte Tag unserer Reise führte uns über hügelige Straßen nach Kaikoura an der Ostküste wo wir eine Tour aufs Meer unternahmen, um Wale in ihrer freien Wildbahn zu beobachten. Im konkreten Fall ging es hierbei um Pottwale, welche wir stets für einige Minuten beim Auftauchen und Luft holen beobachten konnten, bevor sie wieder in die Tiefe zum Fressen hinabglitten. Die majestätischen Tiere, welche so groß wie unser Schiff waren, bestaunen zu dürfen, war die Bootsfahrt allein schon wert. Jedoch sahen wir auch eine Schule von Schwarzdelfinen, die zwischen den Schiffen hin- und herschwammen bzw. oftmals eher sprangen.

Im Anschluss an diese absolut empfehlenswerte Walsichtungstour ging es weiter nach Blenheim an der Nordküste. Unterwegs hielten wir noch an einem Aussichtspunkt an welcher wir den Aufzuchtsort von Pelzrobben von oben einsehen konnten. Interessanterweise direkt an dem Highway, aber die Tiere schienen sich daran gewöhnt zu haben.

Aviation Heritage

In Blenheim besuchten wir am Folgetag das hiesige Flugzeugmuseum, welches sich im Speziellen auf den ersten Weltkrieg spezialisiert hat und einige wirklich imposante Stücke zum Zeigen hatte. Unter anderem haben auch Film-Regisseure wie Peter Jackson hier Flugzeuge für ihre Filme geliehen.

Nach diesem rund anderthalb Stunden Geschichte ging es für uns nach Picton weiter wo wir uns den Hafen angeschaut und im Anschluss mal wieder die Wanderschuhe ausgepackt haben, um einen Aussichtspunkt auf der dortigen Halbinsel zu erklimmen. Hierbei kamen einige schöne Fotos heraus, welche ihr alle im angehangen Flickr-Stream einsehen könnt. Zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels waren diese bis zum 27.12 hochgeladen und weitere werden nach und nach folgen. Zudem ist die Qualität hier und da nicht perfekt, da ich mit meiner Smartphone-Kamera fotografiert habe.


0 Kommentare

Dateien hier ablegen
Dateien hochladen
Keine Kommentare.