Apache, PHP und MySQL unter Ubuntu 14.04 installieren

Apache, PHP und MySQL unter Ubuntu 14.04 installieren

Michele Alexander Wittmann 28. Juli 2014 Expert Topics

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Was ist der Apache Webserver?

Das Apache HTTP Server-Projekt ist ein Teil der Apache Software Foundation und wird gemeinsam von einer Gruppe Freiwilliger auf der ganzen Welt verwaltet. Zusätzlich zu dieser Gruppe haben zahlreiche Benutzer mit ihren Codes, ihren Ideen und Dokumentationen zu diesem Projekt beigetragen. Der Verwendungsbereich des Apache Webservers ist sehr umfangreich. Er wird sowohl von großen als auch kleinen Unternehmen, Forschungsinstituten, Schulen und vielen mehr genutzt.

Einsatzgebiet des Apache

Die grundlegendste Aufgabe des Apache HTTP Server ist es eine vom Webbrowser gestellte Anfrage über eine Datei, wie z.B. ein Bild, zu bearbeiten und darauf zu antworten. 

Im Laufe der Zeit haben sich viele weitere Funktionen um diese Grundfunktion herum entwickelt:

  • Verwaltung und Prüfen von Berechtigungen
  • Reaktionen auf Fehler
  • Anpassbarkeit von unterschiedlichen Sprachen (Lokalisierung)
  • Unterstützung von Medien-Dateiformaten
  • Zwischenspeicher von häufig angefragten Informationen für schnelleren Zugriff. (Proxy-Funktion)
  • Unterstützung von Sicherheitsprotokollen (HTTPS, SPDY, ...)

Dies waren nur einige der Funktionen, welche hinzugefügt wurden.

Den Apache installieren

Zuerst wird ein Terminal mit Root-Rechten benötigt. Öffnet die Konsole und gebt folgendes ein:

sudo -s

Bestätigt den Befehl mit eurem Administratorpasswort. In der Konsole habt ihr jetzt Root-Rechte. Bei allen folgenden Befehle die ihr eingebt könnt Ihr das lästige „sudo” weglassen.

Die Installation des Apache geht ganz einfach und unkompliziert über den Befehl:

apt-get install apache2

Bestätigt die Installation von Apache2 mit „J”.

Durch die Eingabe von „localhost” in euren Browser könnt ihr schon direkt nach der Installation prüfen ob euer Webserver läuft.

Ihr müsstet dann folgendes Bild erhalten:

Sollte der Server nicht funktionieren, hilft es vielleicht, wenn ihr versucht den Server manuell zu starten durch die Eingabe von:

service apache2 start

Im Verzeichnis „/var/www/” sind die (HTML/PHP-) Dateien die später über den Browser aufgerufen werden sollen. Da dieses Verzeichnes nur mit Root-Rechten beschreibbar ist, ändert ihr jetzt den Besitzer des Verzeichnisses „www” mit diesem Befehl:

chown -R [BENUTZERNAME] /var/www

Statt [BENUTZERNAME] muss euer gültiger Benutzername in Kleinbuchstaben eingetragen werden. Den aktuellen Benutzer erfahrt ihr indem ihr „root” via „exit” verlasst und danach „id” ausführt. Dann wieder mit „sudo -s” als root anmelden.

PHP-Modul installieren

PHP („PHP: Hypertext Preprocessor“, ursprünglich „Personal Home Page Tools“) ist eine beliebte serverseitige Programmiersprache. Damit ihr diese auf dem Server einsetzen könnt, muss als nächstes das PHP Apache Modul installiert werden. Gebt dazu in der Konsole folgenden Befehl ein:

apt-get install php5

Die Installation muss wieder mit „J” bestätigt werden.

Wenn ihr den folgenden Befehl eingebt wird der Server neugestartet. Danach kann das neue PHP Modul erkannt und geladen werden (Dateien mit der Endung .php werden von PHP erst nach dem Neustart erkannt und ausgeführt).

service apache2 restart

MySQL installieren und eine Datenbank erstellen

Durch die Eingabe des nachfolgenden Befehls installiert ihr die MySQL („My Sequential Query Languge“)-Datenbank. Diese wird von Web-Applikationen beispielsweise über PHP genutzt.

MySQL wird von diversen Anwendungen im Web verwendet, um Daten in einer relationalen Form in diversen fix definierten Tabellen abzuspeichern. Mit der mächtigen und standardisierten Structured Query Language (kury SQL) könnt ihr diese wiederum auslesen.

apt-get install mysql-server

Sobald die Installation ihr Ende erreicht müsst ihr für MySQL ein Passwort festlegen.

PHP und MySQL können erst miteinander kommunizieren wenn eine Verbindung zwischen beiden hergestellt wurde. Dies geht über die Installation des Pakets „php5-mysql”.

apt-get install php5-mysql

Wie nach der Installation des PHP-Moduls müsst ihr wieder den Server neu starten, sodass die Änderungen übernommen werden.

service apache2 restart

Neue Datenbanken erstellt ihr, indem ihr euch durch die Eingabe von

mysql -u root -p

anmeldet und das vorher festgelegte Passwort in den MySQL Datenbankserver eingebt. Jetzt befindet ihr euch in der MySQL-Befehlszeile.

Neue Datenbanken legt ihr ganz einfach an:

create database DATENBANKNAME;

Diese können später von PHP genutzt werden.

Um erstellte Datenbanken zu löschen, nutzt ihr den folgenden Befehl:

drop database DATENBANKNAME;

Im Allgemeinen werden in der MySQL-Befehlszeile die üblichen MySQL-Befehle genutzt.

Mit „exit” verlasst ihr die MySQL Befehlszeile wieder und kehrt zur normalen Shell zurück.

Den Webserver steuern

service apache2 start
service apache2 restart
service apache2 stop

Starten, neu starten und stoppen. Wichtig ist,  dass ihr für die Befehle weiterhin Root-Rechte braucht oder ihr gebt vor den Befehlen „sudo” ein.

Da der Webserver beim Start von Ubuntu selbstständig startet muss dies nicht manuell erledigt werden.

In einem kommenden Artikel werde ich euch zeigen wie man TYPO3 auf diesem Stack installiert und konfiguriert.


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